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Beitrag bewerben (Boost) oder Kampagne im Werbeanzeigenmanager?
Was „Beitrag bewerben“ (Boost) auf Facebook und Instagram ist, wo die Grenzen liegen und warum eine geplante Kampagne im Werbeanzeigenmanager meist mehr bringt.
Auf dieser Seite
Kurz erklärt
„Beitrag bewerben“ (englisch „Boost“) macht aus einem bereits veröffentlichten Beitrag, Reel oder einer Story Ihrer Facebook-Seite oder Ihres Instagram-Kontos mit wenigen Klicks eine Anzeige. Laut Meta ist das der einfachste Weg, mehr Menschen zu erreichen. Sie haben dabei aber weniger Einstellungen und eine weniger genaue Zielgruppenauswahl als bei einer Anzeige im Werbeanzeigenmanager.1 Ein Boost ist trotzdem echte Werbung: Er wird geprüft, kostet Budget und steht als Werbeanzeige auf Ihrer Rechnung.1 Für etwas mehr Sichtbarkeit kann ein Boost reichen. Geht es um Anfragen, Buchungen oder Verkäufe, bringt eine geplante Kampagne im Werbeanzeigenmanager meist mehr.
Was ist das?
Ein Vergleich aus dem Alltag: Ein Boost ist wie ein zusätzlicher Stapel Flyer von einem Plakat, das ohnehin schon hängt. Das geht schnell, aber Sie verteilen genau das, was schon da ist. Eine Kampagne im Werbeanzeigenmanager ist eine geplante Werbeaktion: Sie legen fest, was am Ende passieren soll, wen Sie erreichen möchten, welche Motive Sie zeigen und wie Sie den Erfolg messen.
| Beitrag bewerben (Boost) | Kampagne im Werbeanzeigenmanager | |
|---|---|---|
| Ausgangspunkt | Vorhandener Beitrag, Reel oder Story1 | Neue Anzeige oder vorhandener Beitrag12 |
| Zielgruppe | Automatisch oder nach Merkmalen wie Interessen, Alter und Geschlecht12 | Zusätzlich eigene Zielgruppen wie Websitebesucher oder Kundenlisten (Custom Audiences) und ähnliche Zielgruppen (Lookalike Audiences)1 |
| Gestaltung | Bild und Text aus dem Beitrag1 | Eigene Formate wie Carousel, eigene Texte, mehr Gestaltungsmöglichkeiten1 |
| Platzierungen | Eingeschränkte Auswahl1 | Alle Platzierungen, die zum Ziel passen1 |
| Nachträglich ändern | Nur Zielgruppe, Laufzeit, Budget und Zahlungsmethode, Text und Bild nicht mehr4 | Umfangreich |
Beworben werden kann über die Facebook-Seite, die Meta Business Suite, die Instagram-App oder instagram.com.26
Warum ist das wichtig?
Der Button „Beitrag bewerben“ ist überall sichtbar und verlockend einfach. Genau deshalb fließt viel Werbebudget in Boosts, die zwar Likes bringen, aber keine Kunden.
Ein Beispiel: Das Ziel „Mehr Beitragsinteraktionen“ gibt es laut Meta nur beim Boost.3 Interaktionen sind Likes, Kommentare und geteilte Inhalte. Die fühlen sich gut an, zahlen aber nicht direkt auf Anfragen oder Umsatz ein. Wer dagegen Käufe oder Leads zählen will, braucht eine eingerichtete Messung, etwa das Meta Pixel.3 Ohne Messung sehen Sie nicht, ob die Werbung sich gelohnt hat.
Eine geplante Kampagne setzt anders an. Sie beginnt mit der Frage, was nach dem Klick passieren soll, und richtet Zielgruppe, Motive und Messung danach aus. Deshalb ist sie für Unternehmen, die mit Werbung Geld verdienen wollen, meist der bessere Weg.
Worauf es ankommt
- Erst das Ziel, dann das Werkzeug. Soll die Werbung Nachrichten, Anrufe, Websitebesuche oder Käufe bringen? Davon hängt ab, welches Kampagnenziel passt. Mehr dazu: Kampagnenziele.
- Die richtigen Menschen erreichen. Wer frühere Websitebesucher, Bestandskunden oder ähnliche Menschen ansprechen möchte, braucht den Werbeanzeigenmanager.1 Mehr dazu: Zielgruppen verstehen.
- Erfolg messbar machen. Käufe und Leads zählt Meta über eine verknüpfte Messung wie das Pixel.3 Ohne sie optimiert die Werbung ins Blaue.
- Gute Beiträge weiterverwenden. Läuft ein Beitrag organisch gut, muss er nicht geboostet werden. Er lässt sich auch in einer Kampagne im Werbeanzeigenmanager als Anzeige nutzen, mit allen Einstellungen.12
- Nicht in der iPhone-App bezahlen. Wer in der Facebook-App auf iPhone oder iPad Beiträge bewirbt, zahlt laut Meta seit Februar 2024 eine Apple-Servicegebühr von 30 Prozent der Werbekosten vor Steuern.210 Auf Instagram fällt sie in den meisten Regionen beim Aufladen von Guthaben in der iOS-App an.611 Im Browser, in der Business Suite oder im Werbeanzeigenmanager entfällt sie.1011
- Instagram mit dem Werbekonto Ihres Unternehmens verbinden. Boosten Sie auf Instagram ohne Meta-Werbekonto, laufen Zahlung und Anzeigen nur in Instagram, ohne Funktionen wie gespeicherte Zielgruppen. Meta empfiehlt die Verbindung mit einem Werbekonto.8 Wichtig dabei: Jede Person, die sich in Ihr Instagram-Konto einloggen kann, kann das verbundene Werbekonto nutzen und sieht die Zahlungsdaten.8
Typische Fehler
- Boost für Käufe ohne Messung. Ohne eingerichtetes Pixel bleiben Kauf-Ergebnisse leer, und Meta kann nicht auf Käufe hin optimieren.3
- Viele Boosts ohne Plan. Mal hier ein Beitrag, mal dort einer: Am Monatsende ist Geld ausgegeben, aber niemand weiß, was es gebracht hat.
- Text nach dem Start ändern wollen. Bei einem beworbenen Beitrag lassen sich Text, Bilder und Videos nach der Prüfung nicht mehr ändern. Nötig ist ein neuer Beitrag.4
- In der iOS-App bezahlt. Das kostet 30 Prozent Aufschlag, der sich leicht vermeiden lässt.1011
- Instagram-Werbekonto später gewechselt. Wer von Instagram ohne Werbekonto auf ein Meta-Werbekonto wechselt, verliert den Zugriff auf bisherige Anzeigen und kann laufende Anzeigen nicht mehr pausieren.79
- Besondere Anzeigenkategorie vergessen. Werbung zu Krediten und Finanzprodukten, Jobs oder Wohnraum muss auch beim Boost als solche angegeben werden.2 Mehr dazu: Besondere Anzeigenkategorien.
Wichtig
Fachbegriffe
- Beworbener Beitrag (Boosted Post): Anzeige aus einem bereits veröffentlichten Beitrag.
- Werbeanzeigenmanager (Ads Manager): Werkzeug für geplante Kampagnen mit allen Einstellungen.
- Ad Center: Bereich der Facebook-Seite für Boosts und einfache Anzeigen.
- Custom Audience (benutzerdefinierte Zielgruppe): Eigene Zielgruppe, zum Beispiel aus Websitebesuchern oder Kundenlisten.
- Apple-Servicegebühr: 30 Prozent Gebühr bei Zahlungen für Werbung über iOS-Apps.
Typische Nutzerfragen
- Lohnt sich Beitrag bewerben oder sollte ich den Werbeanzeigenmanager nutzen?
- Warum ist „Bewerben“ bei meinem Reel ausgegraut?
- Kann ich den Text eines beworbenen Beitrags nachträglich ändern?
- Warum ist Werbung über das iPhone teurer?
- Kann ich auf Instagram ohne Facebook werben?
Quellen
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen. Meta ändert Oberflächen und Bezeichnungen regelmäßig; maßgeblich ist immer die aktuelle Meta-Hilfe.
- Unterschied zwischen beworbenen Beiträgen und Werbeanzeigen auf Meta (öffnet in neuem Tab)
- Einen Beitrag über deine Facebook-Seite bewerben (öffnet in neuem Tab)
- Kennzahlen für beworbene Beiträge und Werbeanzeigen, die über deine Facebook-Seite erstellt wurden (öffnet in neuem Tab)
- Beworbene Beiträge über eine Facebook-Seite bearbeiten (öffnet in neuem Tab)
- Beitragsarten, die über deine Facebook-Seite nicht beworben werden können (öffnet in neuem Tab)
- Boost a post on Instagram (öffnet in neuem Tab)
- Boost ads on Instagram with Meta Ad Account options (öffnet in neuem Tab)
- About Meta Ad Account options for ads on Instagram (öffnet in neuem Tab)
- Probleme beim Bewerben von Inhalten bzw. Verwalten von Werbeanzeigen auf Instagram beheben (öffnet in neuem Tab)
- Die Apple Services-Gebühr beim Bewerben von Inhalten auf Facebook umgehen (öffnet in neuem Tab)
- Die Apple Services-Gebühr beim Bewerben von Inhalten auf Instagram vermeiden (öffnet in neuem Tab)
- Im Meta-Werbeanzeigenmanager Werbeanzeigen aus vorhandenen Beiträgen erstellen (öffnet in neuem Tab)
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