WissenZielgruppen
Kundenliste als Zielgruppe hochladen: Das sollten Sie wissen
Kundenliste als Zielgruppe bei Meta nutzen: wofür sie sich eignet, was datenschutzrechtlich zählt, was die Übereinstimmung beeinflusst und typische Fehler.
Auf dieser Seite
Kurz erklärt
Aus einer Liste Ihrer Kunden, etwa mit E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, kann Meta eine Zielgruppe machen. Meta gleicht die Daten mit Meta-Konten ab und bildet daraus eine Kundenlisten-Custom Audience.15 Sie erfahren dabei nicht, welche einzelnen Personen gefunden wurden.10 Das ist technisch schnell erledigt. Entscheidend sind die Fragen davor: Dürfen Sie diese Daten dafür nutzen, sind die richtigen Personen in der Liste und ist sie aktuell? Meta nennt in den Formatierungsrichtlinien mindestens 1.000 Kunden.2
Was ist das?
Eine Kundenliste ist eine Datei mit Kennungen Ihrer Kunden. Meta nennt diese Angaben Identifikatoren (Identifiers). Wichtig sind vor allem E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Name, Stadt, Postleitzahl oder Land können die Zuordnung verbessern.25
Vor dem Abgleich werden die Daten per Hashing in eine Zeichenfolge umgewandelt, die sich laut Meta nicht zurückverwandeln lässt. Nach dem Abgleich löscht Meta die gehashten Daten zügig, ob eine Person gefunden wurde oder nicht.4 Beim Hochladen über den Werbeanzeigenmanager übernimmt der Upload das Hashing selbst.1 Datenschutzrechtlich bleiben es trotzdem personenbezogene Daten, siehe Kundenlisten datenschutzgerecht nutzen.
Die fertige Zielgruppe können Sie einschließen, ausschließen oder als Quelle für eine Lookalike Audience nutzen.1 Einen Überblick über alle eigenen Zielgruppen gibt Custom Audience.
Warum ist das wichtig?
Ihre Kundenliste ist oft der wertvollste Datenschatz für Werbung:
- Bestandskunden ansprechen, etwa mit einem Folgeangebot.
- Bestandskunden ausschließen, damit Neukundenwerbung nicht bei bisherigen Käufern landet.
- Widersprüche respektieren: Personen, die keine Werbung wollen, dauerhaft ausschließen, mit der Variante „Nur Ausschlüsse“.17
- Neue Kunden finden, die Ihren besten Kunden ähneln, auf Wunsch gewichtet nach Kundenwert.2
Worauf es ankommt
- Rechtsgrundlage vor dem Upload. Sie sind nach DSGVO Verantwortlicher für die Daten und sichern Meta in den Nutzungsbedingungen zu, dass Sie sie verwenden dürfen.110 Personen, die der Nutzung für Werbezielgruppen widersprochen haben, dürfen nicht enthalten sein.310
- Keine sensiblen Daten. Meta verbietet unter anderem Daten von Kindern unter 13, Bank- und Kartennummern, Einkommen, Bonität, Schulden und Gesundheitsinformationen. Auch der Name der Zielgruppe darf nicht darauf hindeuten.31 Sonst wird sie markiert und ist für Kampagnen gesperrt.9
- Gute Daten für eine gute Übereinstimmung. Je mehr passende Kennungen, desto mehr Personen findet Meta.5 Die Übereinstimmungsbewertung (Match score) zeigt auf einer Skala bis 10, wie gut das geklappt hat.12 Telefonnummern ohne Ländervorwahl werden zum Beispiel nicht zugeordnet.2
- Regelmäßig aktualisieren. Kunden lassen sich ersetzen, hinzufügen oder entfernen.6 Nach über 30 Tagen ohne Aktualisierung gilt eine Liste als „Veraltet“, das kann die Auslieferung beeinträchtigen.8 Eine Aktualisierung wirkt auch auf die Anzeigengruppen und Lookalikes, die die Liste nutzen, setzt die Lernphase aber nicht zurück.6
- Neue Werbekonten brauchen Geduld. Bei neuen oder frisch verknüpften Werbekonten kann es einige Wochen dauern, bis Kundenlisten erlaubt sind. Eine Unternehmensverifizierung kann helfen.1
- „Nur Ausschlüsse“ bewusst wählen. Diese Variante lässt sich später nicht ändern und nicht als Lookalike-Quelle nutzen.17
Typische Fehler
- Personen mit Werbewiderspruch in der Liste. Das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen.310
- Sensibler Zielgruppenname. Eine Zielgruppe namens „Kunden mit Diabetes“ verstößt gegen die Regeln, auch wenn die Datei nur E-Mail-Adressen enthält.39
- Liste zu klein. Meta empfiehlt mindestens 1.000 Kunden und warnt bei zu kleinen Zielgruppen vor Auslieferungsproblemen.28
- Liste nie aktualisiert. Nach über 30 Tagen gilt sie als veraltet.8
- Werbung an Jugendliche geplant. Kundenlisten-Zielgruppen sind für Anzeigen an Personen unter 18 nicht verfügbar.11
Wichtig
Fachbegriffe
- Identifikator (Identifier): Einzelne Kennung wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.
- Hashing: Nicht umkehrbare Umwandlung von Daten in eine Zeichenfolge.
- Übereinstimmungsbewertung (Match score): Wert bis 10, wie viele Einträge Meta zuordnen konnte.
- Veraltet (Outdated): Liste seit über 30 Tagen nicht aktualisiert.
- Nur Ausschlüsse (Exclusion-only): Liste, die ausschließlich zum Ausschließen dient.
Typische Nutzerfragen
- Muss ich meine Kundenliste vorher selbst verschlüsseln?
- Warum werden nur wenige meiner Kunden gefunden?
- Wie oft sollte ich meine Kundenliste aktualisieren?
- Darf ich jede Kundenliste hochladen?
- Kann ich Personen aus der Liste wieder entfernen?
Quellen
Die Hochzahlen im Text verweisen auf diese Quellen. Meta ändert Oberflächen und Bezeichnungen regelmäßig; maßgeblich ist immer die aktuelle Meta-Hilfe.
- Kundenlisten-Custom Audience erstellen (öffnet in neuem Tab)
- Customer list formatting guidelines for custom audiences (öffnet in neuem Tab)
- Prepare your data for a customer list custom audience (öffnet in neuem Tab)
- About hashing customer information (öffnet in neuem Tab)
- About customer list custom audiences (öffnet in neuem Tab)
- Eine Custom Audience mit Kund*innenliste bearbeiten (öffnet in neuem Tab)
- About exclusion-only custom audiences (öffnet in neuem Tab)
- How to use custom or lookalike audiences (öffnet in neuem Tab)
- Understand restrictions on certain custom audiences (öffnet in neuem Tab)
- Nutzungsbedingungen für Custom Audiences mit Kundenliste (öffnet in neuem Tab)
- About advertising to teens (öffnet in neuem Tab)
Unabhängiger Wissensbereich der Meta Agentur. Kein offizielles Angebot von Meta Platforms, Inc. Meta, Facebook, Instagram und WhatsApp sind Marken der Meta Platforms, Inc.